Zum Internationalen Tag der Pflege

12.05.2020

Nachrichten, Botschaften, gute Wünsche für „die Pflegenden“ dürften heute, am Tag der Pflegenden, in großer Zahl aus vielen Kanälen veröffentlicht werden. Die Helden des Alltags, diejenigen, die sich um all die großen und kleinen Bedürfnisse der Anvertrauten kümmern, die Menschen, denen alles gezeigt und von denen alles erwartet wird.

Da machen wir doch einfach mit: 

Herzlichen Glückwunsch, liebe Pflegende! Professionell Pflegende in Klinik, Heim oder ambulantem Pflegedienst, aber auch all die Pflegenden, die zuhause einen Angehörigen versorgen und pflegen. So, damit das auch einmal gesagt worden ist und bitte, es gilt für alle, die irgendwas mit Pflege zu tun haben, niemand soll sich unbeachtet fühlen: Viele guten Wünsche und allzeit gutes Gelingen in der Pflege.

Körperpflege, Nahrung anreichen, darauf achten, dass die zu pflegenden Menschen gut versorgt sind, ist auch heute, am Tag der Pflegenden, erforderlich. Erwartungen erfüllen, ohne auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, wird von Pflegenden auch heute wieder geleistet. Oft mit einem Lächeln auf dem Gesicht und im Herzen, mit dem Versuch, den Patienten, Bewohnern und zu Pflegenden eine positive Stimmung zu vermitteln. Dafür sagen wir Danke.

Mit großem Respekt betrachten wir von coachforcare die Leistungen, die von Pflegekräften immer wieder umgesetzt werden. Unter teilweise schwierigen und widrigen Bedingungen, mit hohen Ansprüchen aus sich selbst heraus und von außen, immer wieder und jeden Tag neu.

Lieber Arbeitstier anstatt Zauberwesen

Wir haben uns vor über einem Jahr entschlossen, kein Einhorn als Firmenmaskottchen für unsere Präventionsprogramme in der Pflege zu wählen. Wir wählten einen Esel. Kein verwöhntes, exotisches, rosa angehauchtes Fabelwesen ist aus unserer Sicht geeignet, zu verkörpern, was Pflegende jeden Tag und jede Nacht leisten. Kein Traum zu sein, sondern Realität – eben keine überirdischen Helden, sondern einfach menschliche Menschen. Menschen, denen der Nächste nicht egal ist, die im Helfen, im Mittragen, im Stützen und Fördern eine echte Aufgabe sehen und keinen Job. Und das auch noch leisten, wenn Image und Entlohnung nicht annähernd dem entsprechen, was Verantwortung und Erwartung abbilden – das verdient ehrlichen Respekt.

Esel lacht

Diesen Respekt tragen wir mit unserer heutigen Botschaft vor – den Dank, für die Leistungen und die Bitte, weiter für die Anderen da zu sein. Das werden Pflegende an einem Tag wie heute immer wieder einmal hören. In den Zeiten von Corona wird geklatscht – aber viel mehr passiert nicht. Statt dessen findet sich hinter der Anmerkung, „ich könnte Deinen Beruf nicht machen“, weniger oft Bewunderung, als eher eine Andeutung, dass man nicht verstehen kann, wie man so blöd sein kann, diese Arbeit für so wenig Lohn zu leisten.

Wir können verstehen, was Pflegende antreibt und zu immer neuen tollen Leistungen bewegt. Wir sehen, was Pflegende umtreibt und immer wieder zu Belastungen und Frustrationen führt. Wie wissen, warum Pflegenden ab und an die Kraft ausgeht und wie wichtig es ist, die Pflegenden auch selbst zu pflegen. Das nennen wir dann Prävention.

An einem Tag wie diesem heute ist es uns ganz wichtig, dass neben Dank und Anerkennung noch eine weitere Botschaft von den Pflegenden gehört wird: Ihr seid wichtig für uns – und ihr seid es Euch schuldig, dass Ihr Euch um Euch selbst kümmert und von allen in der Gesellschaft dabei Hilfe und Unterstützung einfordert! Wir müssen erkennen, dass wir alle eine Verantwortung für Euch in der Pflege haben. Und Ihr müsst das einfordern. Das steht Euch zu!

Wir brauchen eine starke Pflege, aber es steht in der Verantwortung von uns allen, dass die Pflegenden stark sind und bleiben. Dieser Tag heute ist eine Mahnung an die Gesellschaft, an uns alle, dass wir uns um die innere Stärke und Kraft eines jeden in der Pflege tätigen Menschen kümmern müssen – und das wollen wir von coachforcare noch intensiver in den nächsten Monaten auch umsetzen. Vielleicht machen noch andere mit, damit Pflegende auch weiterhin stark bleiben.